Abschiede sind immer schwer. Abschiede sind meist schmerzhaft. Und nicht selten wird man mit einem Abschied plötzlich überrascht. So ist das oft in Trauerfällen. Dann ist es gut, wenn man Trauerkarten zur Hand hat, die man zur Anteilnahme verschicken kann.

Trauerkarten spiegeln von Natur aus eine gewisse Schwere wieder und sind traditionsgemäß in gedeckten bzw. dunkeln Farben gehalten. Um etwas „Schwere“ rauszunehmen, habe ich mich entschlossen, für diese Serie Pergamentpapier zu verwenden und Blumen und Schmetterlinge zu integrieren. Mit dem Ergebnis bis ich sehr zufrieden. Aber seht selbst…

jpp - Trauerkarten mit Pergament 3

Ich habe diese Karten schon vor einer ganzen Weile gemacht, habe sie aber nicht auf den Blog gestellt, weil sie bisher ja nie zu einem Thema gepasst haben. Letztendlich ist mir klar geworden, dass Trauerkarten eigentlich nie zu einem Thema passen und dass wir uns mit Abschieden nun mal häufig ganz unerwartet auseinandersetzen müssen.

Wir ihr wisst, liebe ich es, mit Pergament zu arbeiten. Aber es hat auch so seine Tücken. Davon möchte ich euch heute erzählen, damit ihr beim Nachbasteln „gewappnet“ seid! Dazu einen von „Janina’s Tipps & Tricks“:

Pergament bestempeln geht – aber die Abdrücke brauchen etwas länger zum Trocknen. Das entsprechend einplanen. Die Trocknungszeit hängt mitunter auch davon ab, welche Tinte man benutzt bzw. wie gesättigt das Stempelkissen ist. Probiert es am besten auf einem Rest aus.

Da das Pergamentpapier von der Struktur her etwas poröser ist, wirken Stempelabdrücke ein klitzekleinwenig unscharf, weil sich die Tinte nunmal mehr verteilt. Das merkt man bei filigranen Stempelmotiven natürlich mehr als bei gröberen (wenn überhaupt.) Man kann es auf dem oberen Bild erkennen. Zum Glück machen die Stampin‘ Up! Stempel so gestochen scharfe Abdrücke, dass es kaum auffällt.

Dritte kleine Tücke ist, dass man jedes Klebemittel, das man verwendet, durchschimmern sieht. Das ist nicht schlimm, wenn es einen nicht stört. Wer das nicht mag, muss es im Design berücksichtigen. Bei der Blüte war das ganz einfach. Da habe ich den Gluedot einfach in die Mitte gesetzt – das fällt vom Stempel her nicht auf und unter der Perle sowieso nicht. Bei dem Spruch war das nicht so leicht. Gelöst habe ich es, in dem ich die gestreifte Kordel eingesetzt habe. Das hat mir im Nachhinein eh sehr gut gefallen. Beim Designerpergament habe ich die Gluedots möglichst dort platziert, wo sie hinter dem Gedruckten nicht so auffallen. Gluedots sind für mich unverzichtbar, wenn ich mit Pergament arbeite. Aber auch Stick Tape finde ich dezent.

 

jpp - Trauerkarten mit Pergament 2

 

Materialliste: Farbkarton Schiefergrau, Anthrazit, Schwarz und Flüsterweiß. Pergamentpapier. Designerpergament im Block Pure Perfektion aus der SAB. Memento Stempelkissen in Schwarz. Stanzen: Stiefmütterchen, Itty Bitty Akzente. Stempelsets Flower Shop und Wo die Hoffnung blüht. Embosslits Schmetterlinge. Kordel in Schwarz/Weiß. Perlenschmuck. Gluedots & Dimensionals.