Heute zeige ich euch das erste Karten-Projekt von meinem Herbst-Workshop. Unschwer zu erkennen ist, dass ich diese Karte an das Gäste-Goodie angepasst habe. Und das aus gutem Grund. Wenn ich für meine Gäste Kleinigkeiten bastel, werde ich oft gefragt, wie ich denn das Projekt gemacht habe. Sprich – es wird um eine Anleitung geben. Dem wollte ich dieses Mal gleich vorbeugen und habe die Technik, die ich für die Blätter des Goodies genutzt habe, auch für das erste Workshop Projekt ausgewählt. Die Baby Wipe Technik hatte ich auch noch nie auf einem Workshop gezeigt… also frisch ans Werk, um diese Karte zu gestalten.

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Die Grundkarte besteht aus Farbkarton in Espresso. Die bunten Stempelabdrücke kamen auf ein Stück Farbkarton in Savanne, das das Maß 9,7 x 14,8 cm hat. Das heißt, es wird nur oben und unten ein schmaler Rand gelassen, an den Seiten nicht. Hinterlegt ist das bestempelte Papier mit einer Lage Farbkarton in Kürbisgelb ( 10 x 14,8 cm).

Kommen wir nun erst einmal zum Stempeln selbst:

Kurz-Anleitung Baby Wipe Technik

benötigtes Material:

  • feuchte Babytücher
  • ca. 3 verschiedene Nachfülltinten
  • einen abwaschbaren Untergrund (ich verwende immer die Innenseite des Deckels von einem Stempelset) Ein Pappteller o.ä. tut es auch.
  • ein Stempelset mit „ausgefüllten“ Motiven nutzen. Bei umrandeten Motiven kommt der Farbeffekt halt nicht so wirklich zur Geltung.

 

Nehmt euch 2 – 3 feuchte Babytücher. (Wichtig ist nur, dass diese ohne Öl sind – ansonsten ist es egal, welche man nimmt.) Legt diese auf den abwaschbaren Untergrund, so dass die Tücher möglichst faltenfrei liegen. Nun tropft Nachfülltinte auf die Tücher. Wartet etwas, um zu sehen, wie sich die Farben langsam ineinander mischen. Dann könnt ihr auch schon losstempeln.

Geling-Tipp: Versucht, den Stempel möglichst nur einmal – dafür aber „gründlich“ – in euer selbst gemachtes Stempelkissen zu tauchen. Wenn ihr mehrfach „eindätscht“ vermischt sich die Farbe schon auf dem Stempel und eurer Motiv ist nicht mehr so schön.

Das Stempelkissen ist sehr ergiebig. Plant also ruhig ein, dass ihr viele Motive stempelt. Man kann wunderbar „Massenproduktionen“ auf diese Art machen oder aber gleich Produkt-Sets. Also z.B. Karte mit passendem Geschenkanhänger und bestempeltem Geschenkpapier usw.

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Schön, der Farbverlauf, oder?!

Noch ein Tipp zur Abwandlung der Farben. Wenn ihr schon mehrere Stempelabdrücke mit eurer Farbmischung gemacht habt, könnt ihr noch eine weitere Farbe – am besten eine dunkle – aufträufeln. Und schon ist euer „Stempelkissen“ wieder benätzt UND ihr habt eine neue Farbmischung. Auf dem ersten Bild seht ihr die Farbkombi Olivgrün, Kürbisgelb und Osterglocke. Auf der Karte darunter wurde dann noch Espresso zugefügt.

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Besonders toll finde ich, wenn noch der Spruch mit dem Farbverlauf gestempelt wird. Ist mal etwas ganz anderes – auch wenn es nicht so „stark“ ist, wie Schwarz oder eine andere dunkle Farbe. Der Spruch stammt aus dem Stempelset „Geburtstagsblumen“ und wurde auf einem kleinen Etikett in Savanne gestempelt, hinterlegt mit dem nächst größeren Etikett in Espresso. Dahinter etwas Juteband und ein Papierstreifen in Kürbisgelb.

Letzter Tipp: verdeckt die bunten Abdrücke nicht zu sehr mit Spruch, Embeliishments o.ä. – denn sonst kommt die ganze Technik nicht wirklich zur Geltung.

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Bei einer dunklen Karte, ist es essentiell, dass noch ein Einlegeblatt eingeklebt wird, auf das man schreiben kann. Schön ist, wenn auch dieses passend verziert wird.

Zu guter Letzt zeige ich euch noch 3 Karten, die beim Workshop entstanden sind:

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Materialliste:

  • Farbkarton: Espresso, Savanne, Kürbisgelb
  • Nachfülltinte: Olivgrün, Osterglocke, Kürbisgelb, Espresso
  • Stempelsets: Vintage Leaves, Geburtstagsblumen
  • Stanze: Klassisches Etikett
  • Framelits: Etikett-Kollektion
  • Accessoires: Juteband
  • Sonstiges: feuchte Babytücher