Ist das nicht immer so: wenn man erst einmal mit einem Thema anfängt, entpuppt es sich als hartnäckig. In diesem Falle das Thema Schüttelkarten. Erst im letzten Blogbeitrag hatte ich erwähnt, dass ich seit Ewigkeiten keine mehr gemacht hatte – und schwups, schon präsentiere ich euch das nächste Schüttel-Projekt!

Diese Schüttelkarte war gar nicht geplant. Sie war eher eine Notlösung.

Ich erhielt eine Anfrage für eine Auftragsarbeit. Gewünscht war eine Abwandlung meines Musical-Reise-Gutscheins. ZU verschenken war nämlich nicht eine Musical-reise sondern eine Wüsten-Safari. Cool! war meine erste Reaktion. Und deshalb habe ich natürlich gleich zugesagt. Ohne zu überlegen. Ähäm… und somit musste ich schnell feststellen, dass sich nichts wüstentaugliches in meinem Stempelsortiment befindet. Kein Jeep, kein Kamel, nicht mal ne Palme!!!! Ich LIEBE Palmen – und habe keine! Tztztz. Unverzeihlich! In meiner Not habe ich im Team nach geeigneten Stempelmotiven gefragt – und siehe da, meine Downline Konny konnte helfen. Natürlich konnte Konny helfen! Konny kann immer helfen! Irgendwie hat sie wirklich IMMER das, was mir für eine wahnwitzige Idee fehlt!!! (An dieser Stelle mal einen dicken Kutscher an dich, liebe Konny!!! Du bist echt der Knaller!) Jedenfalls hatte Konny nicht nur einen Palmenstempel, sondern auch Palmen-Framelits. Zwar Fremdware, aber immerhin! Der Stempel erwies sich dann doch als zu groß, dafür waren die ausgestanzten Palmen umso perfekter.

Nun zum Projekt. Der Gutschein sollte für einen Mann sein, also wollte ich alles eher gedeckt halten. Ich entschied mich schnell für Natur- / Gelb-Töne, die ich mit schwarzen Akzenten absetzen wollte. Platz für persönliche Grußworte sollten untergebracht werden, ebenso die Reisedaten. Und wenn man NUR ein Palmenmotiv hat, muss man sich eben etwas anderes „Spektakuläres“ einfallen lassen. …deshalb die Schüttelkarte! Aber seht selbst:

Für das Cover habe ich Sanddünen simuliert. Dafür habe ich mir ein Stück Farbkarton per Hand in Wellenform zugeschnitten und dann mit Schwämmchen Schattierungen kreiert. Titel  und Palme dazu, fertig. Ohne viel Schnickschnack.

Klappt man die Karte auf, ist auf der oberen Hälfte Platz für die persönlichen Worte und unten dann das Schüttelobjekt. Eher ungewöhnlich, es innen zu haben, aber es sollte ja der Überraschungseffekt sein.

Herkömmlicher Sand erschien mir zu langweilig. Zu den Arabischen Emiraten – wo die Wüstensafari stattfinden wird – passte eher etwas pompöseres – goldener Sand! Nun ja, es sind „nur“ goldfarbene Steinchen in unterschiedlichen Größen… die gehen für mich aber allemal als goldener Sand durch. 🙂 Passend fand ich nämlich die Idee, „Wanderdünen“ nachzuahmen. Ich bin zwar nicht so der erfahrenste Nomade, aber die Idee fand ich cool.

Der Clou an der Geschichte ist, dass die Schüttelkarte in DREI Teile aufgeteilt ist.

Man kann also den Teil mit dem Sand komplett wegklappen. So kommen kleine Details – wie das Datum der Safari – auf magische Weise hinter dem Sand zum Vorschein.

UND…. wenn man die drei Teile wie ein Dreieck zusammen setzt, hat man aus der Karte einen Fotoaufsteller kreiert. Nach der Reise kann man hinter das Schüttelobjekt nämlich ein (Panorama-)Foto setzen, vor dem dann die Sandkulisse ist. Ich dachte, das könnte eine nette Erinnerung an die Reise ergeben.

Ich war am Ende selbst ganz begeistert von der Karte. Manchmal entstehen aus der „Not“ heraus die unglaublichsten Dinge. Ich hoffe, euch gefällt die Karte auch.

Materialliste:

  • Papier & Farbkarton: Farbkarton in Sahara, Vanille Pur, Schwarz. Klarsichtfolie
  • Tinte: Currygelb, Archivtinte Schwarz
  • Stanzen und Framelits: Palmenframelit von ??? (nicht Stampin‘ up!)
  • Stempelsets: Labeler Alphabet, Skinny Mini Alphabet (retired), Project Life Auf und davon (retired), Project Life Rund ums Datum (retired)
  • Arbeitsmittel: Falz- & Schneidebrett, Fingerschwämmchen
  • Sonstiges: Sand oder goldfarbenes Steinchengranulat
  • Klebemittel: Tombow, Schaumstoffklebestreifen