Hier auf dem Blog habe ich mich ja noch nicht als Mixed Media Liebhaber geoutet – aber heute will ich dies hiermit tun. Ich liiebe Mixed Media Projekte. Bisher habe ich aber eher Bilder aka Leinwände mit dieser Technik gestaltet, Karten eher nicht. Dann kam meine Downline Diana aber mit einer coolen Karte um die Ecke – und mir war klar, dass ich das sofort ausprobieren muss. Und ehe ich mich versah, bin ich gleich in Serie gegangen.

Die Rede ist von Faux Metal Cards – also Karten, die aussehen als wären sie aus Metal. Hier seht ihr die ersten Exemplare:

Mit den „Thinlits Liebevolle Wörter“ habe ich mir Stanzteile gemacht. Ebenso habe ich mir eine Reihe von Zahnrädern ausgestanzt. Diese habe ich dann auf alten Farbkarton aus meinem Bestand geklebt.

Ganz tolle Strukturen erhält man auch wenn man andere beliebige Dinge aufklebt. Dieses gitterartige Zeug (der Name ist mir grad entfallen) ist aus dem Baumarkt. Man nutzt es zum Fliesenlegen … oder aber für Mixed Media.

Dann schneidet man sich verschieden große Stücke von Alu Klebeband ab und klebt damit die ganze Karte voll. Gut ist es, wenn die Stücke überlappend aufgeklebt werden. Danach geht man mit einem Prägewerkzeug oder einem Falzbeil über die Flächen und Ränder. Ganz besonders wichtig ist es, die Umrandungen der einzelnen Elemente nachzufahren. Nur dann sieht es so aus, als wären Metallteile auf Metallplatten montiert worden. Ihr könnt letztendlich alle möglichen „Werkzeuge“ nehmen, was auch immer den Effekt erzielt, ist geeignet. Mit einer Nadel oder dem Papier Lochwerkzeug kann man entlang der Kleberänder der einzelnen Alu-Teile noch „Punkte“ einstechen. dann sieht es so aus, als wurden Metallplatten aneinander geschweißt bzw. gehämmert. 

Danach sieht die Karte noch zu „neu“ und „unecht“ aus. Um einen zerkratzten, zerbeulten, authentischen Look zu bekommen, ist es gut, wenn man noch dunkle Farbe aufträgt. Der Schnelligkeithalber habe ich einfach schwarze Acrylfarbe einmal quer auf die Karte gepinselt und dann wieder mit einem trockenen und danach feuchten Tuch abgewischt. Es geht aber auch wenn man mit einem Fingerschwämmchen und Archivtinte über die Elemente streicht. Es dauert nur etwas länger.

Und da ich schon meine Acrylfarben aus dem Schrank geholt hatte, habe ich passend zu dem Farbkarton der Basiskarten nach der schwarzen Farbe noch bunte Farbe aufgetragen. Nur um die Karte etwas interessanter zu machen… bzw um etwas zu experimentieren. :-)

Bei dieser Karte habe ich besonders in dem Schriftzug „Beste“ „herzúmgekratzt“ – so sieht es aus, als hätte ich den Schriftzug komplett selbst eingeritzt.

Fällt euch bei der oberen Karte eigentlich etwas auf? Mein Kind hat es sofort gesehen und dachte, ich hätte es mit Absicht gemacht. War aber nicht der Fall! … na, kommt ihr drauf?

Ich habe ganz unbewusst oben rechts eine Mickey Mouse Silhouette eingearbeitet. Hihi!!!! :D

Bei dieser Karte habe ich mit etwas „Inka Gold“ (aus meinem Bestand) Rost aufgetragen.

Mit den Framelits Große Buchstaben habe ich noch weitere Karten gestaltet.

Als Verzierung habe ich bei diesen Karten noch einige Strasssteine und Lack-Akzente aufgeklebt. Um die Karten aufzulockern habe ich jeweils noch die großen metallenen Wörter mit gestempelten ergänzt.

Ich bin/war mir aber nicht ganz sicher, ob mir das so gefällt. Hier noch zwei Karten ohne extra Wörter.

Dennoch habe ich wieder zwei komplett unterschiedliche Arten gestaltet. Bei der oberen Karte habe ich nur die schwarze Farbe aufgetragen. Sonst gar nichts. Die untere Karte ist das komplette Gegenteil. Die habe ich so richtig „disstresst“. Ich habe verschiedene Sprühfarben aufgetragen und auch weniger von der schwarzen Farbe abgerieben. So erhält man einen poppigen Grunge-Look.

Zum Schluss habe ich noch zwei Home-Dekor Projekte für euch. Ich habe zwei Bilderrahmen gestaltet.

Letztendlich habe ich auch „nur“ zwei weitere Karten gemacht, diese dann aber in Rahmen gesetzt. Ich dachte mir, so könnte man coolen Karten noch etwas mehr „Haltbarkeit“ verpassen. ;-)

Auslöser dieser Idee war mein Kind. Wie so oft, wenn ihr etwas gefällt das ich gerade bastle, bestellt sie ein Exklusiv-Exemplar für sich selbst. :-) Und da sie diese Faux Metal Projekte für männertauglich hielt, sollte ich auch gleich eine Karte zum Geburtstag eines Schulfreundes machen. Projekte, die ich fürs Kind gestalte, sollen meist in den Farben ihres Zimmers sein. Die da wären: Limette und Sommerbeere. Ich sagte, es sei doch unwichtig die Zimmer-Farben zu benutzten, wenn die Karte letztlich dann doch in ihrer Schublade landet. …. Ahhh … und da hatte ich die Idee des Bilderrahmens. Nun hängt das Bild mit ihrem Namen an der Wand.

Die bläulichen Schimmer auf dem Bild sind übrigens nicht auf der Karte sondern nur durch die Reflexion der Kamera beim Fotografieren. Ich habe es einfach nicht besser hinbekommen…

Wenn ihr diese eher unkonventionelle Technik auch so cool findet wie ich, probiert sie unbedingt aus. Das macht richtig Spaß und der Entstehungsprozess ist total spannend.

Materialliste:

  • Papier & Farbkarton: Farbkarton in Marineblau, Sommerbeere, Limette, Wassermelone, Pfirsich Pur, Zartrosa, Terrakotta, Schwarz
  • Stempelsets: Bannerweise Grüße, Beste Grüße
  • Stanzen & Framelits: Framelits Große Buchstaben, Thinlits Liebevolle Wörter, Thinlits Happy Birthday, Stanze Luftballons, Gear-Thinlits aus meinem Bestand
  • Accessoires: Strasssteine, Lack-Akzente mit Glitzereffekt, Pailetten-Set
  • Sonstiges: Alu-Klebeband, Acrylfarben, Bilderrahmen
  • Klebeband: Tombow Flüssigkleber