Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich mich mit Jenny und Martin traf, um über das Design ihrer Hochzeitspapeterie zu sprechen. Bevor es zur eigentlichen Herstellung der Papeterie kommt, muss nämlich erst ein Design gefunden werden. Und DAS dauert normalerweise! Denn eine Fülle an Ideen muss letztendlich auf ein einziges Design reduziert werden.

Wir hatten vorab vereinbart, dass sie mir Fotos von all den Sachen schicken, die im www ihren Geschmack getroffen hatten. Ich habe sich wiederholende Elemente aus diesen Beispielfotos entnommen. Schnörkel, das „&“-Zeichen und Rot als Farbe waren die Merkmale, die sich auf den meisten Fotos wiederfanden.  Auf dieser Basis habe ich für das Brautpaar diverse Stempelsets herausgesucht. Zum Glück habe ich ja mittlerweile eine große Auswah l… ähäm. Jenny hatte sich schnell in den Schnörkel aus dem Set „Everything Eleonore“ verliebt. Martin verzichtete auf sein „&“-Zeichen. Bei der Farbe Chilli waren sich beide schnell einig.

Während des Gespräches habe ich einige Stempel- bzw. Designmöglichkeiten aufgezeigt und schwuppdiwupp war nach nur 1 Stunden das fertige Design in Sack und Tüten. Ich habe noch nie erlebt, dass sich ein Paar so schnell entscheiden hat. Martin, der sich vor unserem Gespräch so gar nichts unter „Stempeln“ vorstellen konnte, war begeistert davon, was diese Form der Kreativität so zu bieten hat und wie unkompliziert das alles geht. Kurzerhand fragte er, ob es nicht möglich wäre, dass die beiden mit mir zusammen die Papeterie herstellen könnten. Na aber sehr gerne!!!! 🙂

Und so bescherte mir mein Job wieder einmal eine neue Erfahrung. Normalerweise stelle ich Papeterie als Auftragsarbeit her oder aber das Brautpaar bestellt bei mir die benötigten Materialien und bastelt dann daheim selbst. Wohlgemerkt basteln daheim dann in der Regel die Bräute selbst. Das sich ein Bräutigam auch an der Herstellung beteiligt, war mir bis dato noch nie zu Ohren gekommen. 😉 Wie dem auch sei, Jenny und Martin nahmen sich einen Tag Urlaub und so trafen wir uns zu einem entspannten Bastel-Brunch.

Ihr kennt ja mein Problem… wenn ich erst einmal ins Kreative abtauche, denke ich nicht ans Fotografieren. Und hätte ich nicht für Jenny und Martin ein paar Fotos  – quasi ein „making of“ – gemacht, gäbe es mal wieder gar keine Fotos. Nun biete ich euch zwar eher qualitativ schlechte Fotos, aber dafür einen Eindruck von dieser Chilli-Schnörkel-Session!

Das ausgewählte Design war eher clean and simple, ohne viel Schnickschnack. Ein wichtiger Aspekt, wenn man in Massenproduktion geht. Denn das Ganze ist auch dann noch recht zeitaufwendig, wenn man ein recht einfaches Design hat. Die wichtigsten Merkmale bei dieser Serie waren die Ton-in Ton Schnörkel im Hintergrund und dann auf Weiß. Dazu als Verzierung ein kleines Textfeld, das an weißer Kordel befestigt wurde.

Die Texte der Einladung und der Menükarte wurden auf Pergamentpapier gedruckt und in die Karten eingefügt.

Jedes Objekt sollte das Design wiederspiegeln und sich dennoch voneinander unterscheiden.

Wir haben insgesamt an die 35 Einladung- und Danksagungskarten samt verzierter Briefumschläge, je knapp 60 Tischkarten und Gästegoodies sowie 8 Menükarten und ein Gästealbum fertiggestellt. Beschäftigt waren wir zu dritt am ersten Tag ca. 6 Stunden, an einem weiteren Tag haben Jenny und ich noch den Rest in ca. 4-5  Stunden erledigt.

Es war wirklich toll zusammen zu werkeln. Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn man miterleben darf, wie sich durch das Selber-Basteln auch die Vorfreude auf die Hochzeit steigert und wenn man merkt, wie viel es bedeutet, wenn die ganz „persönliche Note“ in die Vorbereitungen einfließt. 🙂

Falls ihr auch eure Hochzeitspapeterie selber machen möchtet, meldet euch. Ich berate euch gerne.

Materialliste:

  • Papier & Farbkarton: Farbkarton Flüsterweiß, Chilli, Pergamentpapier
  • Tinte: Chilli
  • Stempelset: Everything Eleonore (retired)
  • Stanzen & Framelits: Bakers Box (retired)
  • Equipment: Papierschneider
  • Accessoires: einfarbige Kordel Flüsterweiß
  • Klebemittel: Tombow, Dimensionals